Dienstag, 22. September 2009

Der Herbst...


Schon ins Land der Pyramiden Flohn die Störche übers Meer; Schwalbenflug ist
längst geschieden, Auch die Lerche singt nicht mehr.



Seufzend in geheimer
Klage Streift der Wind das letzte Grün; Und die süßen Sommertage, Ach, sie sind
dahin, dahin!

Nebel hat den Wald verschlungen, Der dein stillstes Glück
gesehn; Ganz in Duft und Dämmerungen Will die schöne Welt vergehn.

Nur
noch einmal bricht die Sonne Unaufhaltsam durch den Duft, Und ein Strahl der
alten Wonne Rieselt über Tal und Kluft.

Und es leuchten Wald und Heide,
Daß man sicher glauben mag, Hinter allem Winterleide Lieg' ein ferner
Frühlingstag.

Die Sense rauscht, die Ähre fällt, Die Tiere räumen scheu das
Feld, Der Mensch begehrt die ganze Welt.

Und sind die Blumen abgeblüht, So
brecht der Äpfel goldne Bälle; Hin ist die Zeit der Schwärmerei, So schätzt nun
endlich das Reelle! Theodor Storm



eine zauberschöne Zeit in diesem Herbst wünscht euch...
herzlichst Steffi

Kommentare:

Hanna hat gesagt…

Liebe Steffi,
Das ist ein wunderschönes Gedicht, danke dafür, auch Dir einen schönen Herbstbeginn und liebe Grüße
Hanna

Stichelbiene Elsa, alias Bien hat gesagt…

Ohhhhh, Steffi,

ist es bei Dir schön,

es sieht schon richtig nach Herbst aus,

liebe Grüße
Bien :-))